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E-Mails zum Astronomietag 2003

Da ich erst seit Beginn 2004 Webmaster wurde, habe ich nur diese eine e-mail als Rückblick nachträglich bekommen. Über weitere Berichte per e-mail freuen wir uns! Briefe, Berichte und Pressestimmen können Sie zahlreich über die linke Navigationsleiste nachlesen.

Wenn Sie selber noch einen Bericht schreiben wollen, so mailen Sie ihn mir bitte mit Bildern unter jost.jahn@vds-astro.de zu. Kürzere Berichte, vor allen ohne Bilder, sind auch erwünscht, werden aber unter den Briefe veröffentlicht.

Sie finden hier 2 e-mails.


57339 Erndtebrück

Hallo,
wenn auch spät, so möchte ich doch noch eine kurze Info zum Astronomietag 2003 schreiben. Wir hatten kurzfristig mit vier Sternenfreunden eine Sonnenbeobachtung mit einem Vortrag über die Sonne und die Beobachtungsmöglichkeiten am Abend organisiert. Den Raum hierfür hat uns die ev. Kirche in 57339 Erndtebrück zur Verfügung gestellt. Abends haben wir den Vortrag etwas ausführlicher wiederholt und ab ca. 22.00 Uhr an einem günstigen Beobachtungsort (bei klarem Himmel besser 6 mag.) mit vier Teleskopen den Nachthimmel und Mars beobachtet. Mit einer Beteiligung von etwa 20 Personen waren wir zufrieden.

Udo Blöcher


82386 Huglfing

Sehr geehrter Herr Jahn,
hier zwei Artikel vom letztjährigen Astronomietag, die ich aus dem Online-Angebot meiner Tageszeitung, leider ohne Bilder, ausgegraben habe:

Weilheimer Tagblatt
Sterngucker im Garten
Datum: 21.08.2003
Erster bundesweiter Astronomietag am Samstag auch in Huglfing
Sein erstes Teleskop kaufte er als Bub übers Versandhaus, mittlerweile hat seine Ausrüstung einen Wert von etlichen Euro. Am kommenden Samstag, 23. August, stellt der Huglfinger Michael E. Fendt (50) diese Ausrüstung der Allgemeinheit zur Verfügung, wenn er im Rahmen des ersten bundesweiten Astronomietages der VdS (Vereinigung der Sternfreunde) in seinen Garten an der Steinbruchstraße 3 einlädt.
In der Privatsternwarte können Interessierte ab 10 Uhr die verschiedenen Himmelskörper betrachten. Bei Tage bietet sich naturgemäß die Sonne als Beobachtungsobjekt an. Wenn es dunkel wird, lassen sich mit dem Acht-Zoll-Newton-Spiegelteleskop auch Neptun, Uranus und Mars trefflich ins Visier nehmen.
Hobby-Astronom Fendt, einer von insgesamt rund 4000 Mitgliedern der VdS und einer von wenigen in Oberbayern, der sich bereit erklärt hat, seine Sternwarte zu öffnen, rechnet mit 80 bis 100 Interessierten. Sollten viele Sterngucker erst nachts bei ihm vorbeischauen wollen, dann will Fendt den Astronomietag auch verlängern, "so weit die Nacht eben reicht" (siehe auch Bayernteil).
Die Privatsternwarte von Michael E. Fendt an der Steinbruchstraße 3 liegt direkt hinter dem Motorradgeschäft ("Harley Davidson") an der Ortsdurchfahrt B 472.
Weitere Infos unter www.astronomietag.de.

Lokalblatt des Münchner Merkur
Blick auf den roten Planeten
"Astronomietag": Blick aus Huglfinger Garten ins All
Datum: 25.08.2003
Der erste bundesweite "Astronomietag" zog am Samstag gut 100 Besucher in den Garten von Michael und Rita Fendt in Huglfing. Von dort aus gewährten die Hobby-Astronomen von 10 Uhr morgens bis ein Uhr früh ihren Besuchern einen Blick in den Weltraum.
Tagsüber war naturgemäß die Sonne im Visier der Spiegelteleskope. "Ich seh` eigentlich nur Fliegendreck", meinte eine Besucherin. Doch sie wurde schnell von Patrick aufgeklärt: "Nein, das sind die Sonnenflecken". Ein kleiner Punkt ist schon 400 Mal größer als die Erde." Michael Fendt hatte auf alle Fragen Antworten parat und erklärte seine Teleskope im Detail. Vitus Krötz und dessen Schwester Therese erfuhren zum Beispiel, wie die Spiegel funktionieren und dass es zum Beobachten der Sonne ganz spezielle Filter gibt. Fendt erläuterte, was Prismen und Brennpunkte sind und machte deutlich, dass auch das Schauen mit einem Auge geübt werden muss.
Als es nach Sonnenuntergang dann an die Beobachtung des Nachthimmels ging, war von Sternbildern die Rede: die Schlange, der Schlangenträger, der Schwan, der Drache und der Kleine Bär waren auf einer Sternenkarte zu sehen. Das Highlight aber war der rote Planet: Nachdem in dieser Woche Erde, Sonne und Mars genau in Linie stehen, war ein besonders genauer Blick auf den Mars möglich. Wegen des Neumonds ist in den Tagen davor und danach kein störendes Streulicht vorhanden. Der Mars tauchte gegen 22.30 Uhr gut 250 Mal vergrößert im Fendtschen Teleskops auf. Deutlich sichtbar waren die sogenannten Polkappen zu sehen sowie die dunklen Landgebiete auf der Oberfläche.
Zum Blick in den nächtlichen Sternenhimmel hatte der Huglfinger Hobby-Astronom noch zusätzliche Fernrohre parat und erhielt zudem fachliche Unterstützung von Matthias Eller aus Etting. Neben dem Mars gab es den Doppelstern Albiora, den Kugelsternhaufen im Herkules und die Andromeda-Galaxie zu bestaunen. Über das Interesse an seinem Hobby zeigte sich Fendt hoch erfreut. Der erste Astronomietag der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) hat sich - zumindest in Huglfing - rentiert.
Rudolf Sonnleitner

Michael Egon Fendt


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