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Flyer 2003Text: C. Schambeck, U. Reimann, S. Korth, O. GuthierDer Flyer 2003 ist als PDF-Datei abrufbar. Der Inhalt der PDF-Datei erscheint in den folgenden Absätzen auch als Webseite:
Der erste deutschlandweite Astronomietag23.August 2003Mit zahlreichen Veranstaltungen von Volkssternwarten, engagierten Hobby-Astronomen und astronomischen Vereinen. Lassen Sie sich für das Weltall und die Beobachtung des Himmels begeistern! Der rote Planet steht im Mittelpunkt. Er ist im Sommer 2003 besonders gut zu beobachten. Weitere Tipps und Informationen finden Sie hier oder unter www.astronomietag.de Kopf hoch - Augen auf!Ganz ehrlich: Haben Sie schon einmal einen Planeten, ein Sternbild oder gar das zarte Band der Milchstraße am Nachthimmel gesehen? Möchten Sie sich in der Welt der Sterne zurechtfinden? Die Astronomie bietet eine Fülle von spannenden Themen - aber wie kann man ohne großes Vorwissen einsteigen? Dazu gibt es eine besondere Gelegenheit, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten: Der erste bundesweite "Astronomietag" am Samstag, 23. August 2003!
An diesem Tag werden Ihnen Sternwarten, Planetarien, Institute und engagierte Amateure den Himmel ein Stück näher bringen und zeigen, wie die Astronomie unser modernes Weltbild formt. Volkssternwarten öffnen ihre Türen, um Ihnen das Sternegucken zu ermöglichen - ein eigenes Fernglas oder gar ein Fernrohr benötigen Sie also nicht. Nutzen Sie die Angebote astronomischer Einrichtungen in Ihrer Nähe. Suchen Sie eine Volkssternwarte auf und erfahren Sie, wie der rote Planet Mars im Fernrohr aussieht! Ebenso werden Ihnen Hobby-Astronomen einen Einblick in die Sternenwelt verschaffen - es erwartet Sie ein ganz persönliches "Erlebnis Astronomie"! Auf unserer Internetseite www.astronomietag.de finden Sie über das gesamte Bundesgebiet verteilte Aktionen, die Ihnen zeigen werden, dass Astronomie mehr ist, als nur eine trockene Wissenschaft. Vereinigung der Sternfreunde e.V.Deutschlands größte astronomische Vereinigung zur Pflege und Förderung der Amateurastronomie. Über 4.000 Sternfreunde sind Mitglied und nutzen ein umfangreiches Angebot:
Fordern Sie Informationsmaterial an:Vereinigung der Sternfreunde e.V. Der Mars, unser NachbarplanetVor 57.539 Jahren lebte der Neandertaler auf der Erde. Seit dieser Zeit ist uns Mars nie mehr so nahe gekommen wie dies am 27. August 2003 der Fall sein wird. Nur 55,76 Millionen Kilometer trennen dann den blauen und roten Planeten. Mars - eine zweite Erde?Kein anderer Planet hat die menschliche Phantasie mehr beflügelt als Mars. Gegen Ende des 19. Jahrhunderte entdeckte der italienische Astronom Giovanni Schiaparelli ein Netz von dunklen Linien auf der Marsscheibe, die er "Canali" nannte. Schon bald wurden diese "Kanäle" als Wasserstraßen auf der trockenen Oberfläche des Mars gedeutet. Man vermutete: Nur Lebewesen können sie angelegt haben, Mars musste eine zweite Erde sein. Heute wissen wir es besser: Es war alles nur eine optische Täuschung!
Es gibt auch moderne Varianten: Etwa das berühmte "Marsgesicht", das amerikanische Sonden in den siebziger Jahren fotografierten - leider nur eine Ansammlung von Hügeln. Dann stellte eine Forschergruppe vor sieben Jahren einen Meteoriten vor, der offenbar vom Mars stammt. Ein Asteroideneinschlag hatte den Brocken in den Weltraum geschleudert. Die Erde fing den Marsboten ein und er landete in der Antarktis. NASA-Forscher entdeckten auf ihm mikroskopische wurmartige Gebilde, die irdischen Mikroben ähneln - ein Beweis für außerirdisches Leben? Leider nein. Doch die Suche ging weiter: 1997 landete die Sonde "Pathfinder" auf dem Mars und lieferte atemberaubende Bilder. Sie zeigen eine lebensfeindliche Welt, eine endlose Wüste aus rotem Sand, übersät mit Gesteinsbrocken. Darüber eine dünne Atmosphäre aus tödlichen Gasen. Dabei scheint der Mars uns doch vertraut. Sein Tag dauert ebenfalls 24 Stunden. Er besitzt Jahreszeiten, denn seine Achse ist ähnlich geneigt wie die Erdachse. Allerdings dauert ein Marsjahr zwei Erdenjahre. Die Jahreszeiten des Mars können wir von der Erde beobachten: Sehr schön lässt sich im Fernrohr die unterschiedliche Größe der Eiskappe am Mars-Südpol verfolgen. Am 5. Mai 2003 beginnt dort der Frühling und am 30. September wird es Sommer. Während dieser Zeit schmilzt die weiß-leuchtende Polkappe stetig ab. Aber auch hier trügt die Idylle: Mars-Eis ist kein gefrorenes Wasser sondern festes Kohlendioxid! Mars im FernrohrBetrachten Sie unseren Nachbarn im All mit eigenen Augen, schlüpfen Sie in die Haut der Forscher vor über einhundert Jahren und entdecken Sie einen rötlich gefärbten Planeten mit einer hellen Polkappe. Auf der Oberfläche zeigen sich dunkle Gebiete, die Schiaparelli "Meere" nannte, daneben gibt es auch helle Regionen. Manchmal, wie im Jahr 2001, ereignen sich Sandstürme, die den ganzen Planeten einhüllen. Die dunklen "Meere" sind dann plötzlich von der Marsoberfläche verschwunden. Vielleicht werden Sie Zeuge eines solchen Sandsturmes? Tipps für die Beobachtung
Entdecken Sie den SternenhimmelErkennen Sie Sternbilder!Viele sagen, dass sie den Großen Wagen noch finden, weitere Sternbilder kennen sie aber nicht. Versuchen Sie einmal, Sterne und Sternbilder am sommerlichen Nachthimmel zu finden - mit der Sternkarte ist es ganz leicht! Sie zeigt die Situation am 23. August 2003 um 23 Uhr (Mitteleuropäische Sommerzeit). Um diese Zeit ist es richtig dunkel. Sie können die Sternkarte auch etwa 2 Wochen vor oder nach diesem Termin verwenden. Mars finden Sie links unten auf der Sternkarte. Er steht um 23 Uhr im Südosten und wird um 2 Uhr morgens genau im Süden zu sehen sein. Der rote Planet fällt als hellstes Objekt sofort auf. Versuchen Sie es doch einmal! Umsetzung der PDF-Datei als Webseite: Jost Jahn |
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